Demnächst steht mit “The Dark Knight Rises” die nächste große Batman Verfilmung ins Haus. Während Christopher Nolan und Christian Bale ihre aktuelle und ultraerfolgreiche Version des dunklen Ritters in die Kinos bringen, ist dies auch eine gute Gelegenheit, um einmal zu den Anfängen einer der beliebtesten und langlebigsten Comicfiguren zu gehen.

Batman © Rob React/Flickr

Detective Comics #27, Mai 1939: Der erste Auftritt von Batman © Rob React/Flickr

Jeder Comicleser weiß, dass Batman von Bob Kane erfunden wurde – allein schon, weil bis heute sein Name groß in den Credits jeder einzelnen Geschichte und im Abspann der Filme steht. Doch sein Autor Bill Finger und Jerry Robinson, der zunächst als Kanes Assistent anfing und später seinen Mentor überflügeln sollte, werden dabei gerne vergessen. Dabei ist der Erfolg des dunklen Ritters nicht zuletzt darin zu suchen, dass von Beginn an mehrere Künstler an ihm beteiligt waren und sich somit eine Comicfigur ergab, die auch die Visionen weiterer Zeichner und Autoren antreiben konnte.

Batman: Erschaffen von Bob Kane und Bill Finger

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Zum dritten Mal wird der Gratis Comic Tag auch in Deutschland begangen: Am 12. Mai 2012 werden ausgewählte Comics kostenlos an Leser und Interessierte verteilt – viele Comicläden bieten zu diesem Event auch eine Reihe von Sonderveranstaltungen an.

Der Free Comic Book Day hat sich in den USA seit 2002 als feste Größe etabliert: An einem Tag im Jahr gibt es Hefte der größten Helden und von noch unbekannten Comicfiguren, oftmals auch besondere Ausgaben, die als Einstiegspunkt für die Serien dienen (Nummer #0 oder #1/2 etwa), die an Comicleser kostenlos verteilt werden. Seit 2010 haben sich die deutschen Comicverlage von dieser Idee inspirieren lassen und den Gratis Comic Tag als Pendant ins Leben gerufen. Nach dem überragenden Erfolg im letzten Jahr, bei dem sich aber auch leichte Verwirrung bei den potentiellen Neukäufern einstellte, wurde das Programm 2012 nun von 44 auf 30 Hefte gesenkt – die es dafür umso mehr in sich haben!

Der Gratis Comic Tag 2012: Verlage stellen ihre Serien vor

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Print on Demand ist für all jene ComiczeicherInnen, die ohne Verlagsunterstützung ein professionell erstelltes Comic veröffentlichen wollen, die vermutlich interessanteste Variante im Selfpublishing. Jeder Digitaldrucker hat dabei seine eigenen Vorgaben – hier soll einmal beispielhaft erklärt werden, worauf man achten sollte.

Der Heftmarkt schrumpft in Deutschland beständig und nur die wirklich großen Verlage können in Auflagen drucken, die sich am Kiosk oder im Comicladen rechnen. Die meisten Independents und Kleinverlage sind dazu übergegangen, Sammelbände als Trade Paperback oder Graphic Novel bereitzustellen, doch für Comiczeichnerinnen und Zeichner, die weder die Zeit für ein solches Riesenwerk noch das dafür nötige Geld haben, bleiben Hefte (zumal auf Comicmessen verkauft) noch immer eine gute Möglichkeit, um die eigenen Geschichten an die Leser zu bringen. Wenn man sich darüber bewusst ist, dass die Einnahmen geringere Bedeutung haben als die Verbreitung seiner Ideen und Figuren, so ist eine Digitaldruckerei, die Kleinstauflagen anbietet, trotz des hohen Einzelstückpreises als durchaus überlegenswerte Option anzusehen.

Comic drucken © Drregor/Flickr

Wer sein eigenes Comic auch einmal im Regal sehen will, kann es einfach über Print on Demand drucken lassen © Drregor/Flickr

Print on Demand: Kleinstauflagen im Selfpublishing

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Der langerwartete Avengers Film kommt in die Kinos. Am 26. April 2012 ist es endlich so weit und die Heldengruppe um Captain America, Iron Man und Hulk wird sich unter der Regie von “Buffy” Erfinder Joss Whedon versammeln – Grund genug, sich einmal mit den Marvel Superhelden in ihren Film- und  Comicformen auseinander zu setzen.

Avengers Poster © PopCultureGeek.com/Flickr

Die Avengers: Marvels größte Helden kommen ins Kino © PopCultureGeek.com/Flickr

Die Avengers sind bereits seit 1963 unterwegs, um die größten Helden des Marvel Universums in einer Serie zu vereinen – nun werden sie auch im Kino ihr erstes gemeinsames Abenteuer erleben. Im Laufe der Jahre haben sich die Mitglieder des Superhelden Teams, das in Deutschland unter dem Namen “Die Rächer” erschien, etliche Male gewandelt, für Joss Whedons (“Angel”, “Firefly”, “Dollhouse”) Film tritt nicht nur eine der Stammbesetzungen an, sondern auch die Schauspieler (zumindest zum größten Teil) aus den vorangegangenen Einzelabenteuern. Nicht nur dies ist einer der Gründe, warum ausgerechnet diese Comicverfilmung sehnsüchtig erwartet wird: Hier wird zum ersten Mal in der Geschichte der Kino-Adaptionen das Team-Up-Konzept konsequent angewendet und das sogenannte Marvel Cinematic Universe ernsthaft ausgebaut.

Avengers assemble: Superhelden Team mit vielen Varianten

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Comiczeichner werden im US-amerikanischen Markt meistens für bestimmte Figuren und Serien engagiert, die bereits seit vielen Jahrzehnten fester Bestandteil der Comicszene sind. Ab und an erfinden bekannte Zeichner und Autoren aber auch ihre eigenen Geschichten, die oftmals um einiges interessanter sind, als ihre großen Brüder: “Fairy Quest” von Humberto Ramos und Paul Jenkins ist ein solches Beispiel.

Die Schwierigkeit, seine Comics veröffentlichen zu können, macht auch nicht vor Comicsuperstars wie Humberto Ramos halt: Der gefeierte Zeichner verschiedener “Spider-Man” und “X-Men” Serien, sowie der Indpendent Reihen “Crimson” und “Out There” und einiger “Kookaburra” Alben für den franko-belgischen Markt, hat sich mit Autor Paul Jenkins, mit dem der gebürtige Mexikaner auch schon die geniale Miniserie “Revelations” (zu Deutsch: “Die Offenbarung” bei Carlsen) schuf, erneut zusammengetan und eine interessantes Projekt gestartet:

Mit “Fairy Quest” haben die beiden das Terrain des Self-Publishing betreten und nicht nur gezeigt, dass Qualität und spannende Geschichten nicht an einen Großverlag gebunden sein müssen, sondern auch, dass der Zuspruch der Fans und Leser manchmal nicht ausreicht, um seine professionelle Arbeit auch professionell finanzieren zu lassen. So haben Ramos und Jenkins nun den Versuch unternommen, durch Crowdfunding ihre märchenhaften Storys einer noch breiteren Öffentlichkeit vorzustellen.

Humberto Ramos © PopCultureGeek.com/Flickr

Humberto Ramos auf der WonderCon 2012 © PopCultureGeek.com/Flickr

Fairy Quest: Self-Publishing Projekt von Humberto Ramos und Paul Jenkins

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Zensur in Comics hat beinahe schon Tradition, doch der sogenannten Comics Code steht einzigartig in der Geschichte der Comics da. Beinahe sechzig Jahre versuchten Comicverlage in den USA, sich auf diese Weise selbst zu zensieren.

Der Comics Code sollte Hefte “sauber” halten: Von Gewalt, Sex, Horror und Hass befreit, wurde mit ihm der Versuch unternommen, Anfeindungen von Eltern, Jugendschutzgruppen und Psychologen zuvorzukommen, die Comics für die Wurzel allen Übels sahen. Mit Ausschlaggebend war hierbei das berühmt-berüchtigte Buch “Secuction of the Innocent” von Frederic Wertham. Der Comics Code wurde 1954 von den meisten Verlagen angenommen und ihre Comichefte wurden mit einem entsprechenden Logo auf dem Cover zertifiziert. Einige Comichäuser profitierten davon nicht schlecht – andere waren dem Untergang geweiht.

Crypt Keeper © Averageman/Flickr

Ein Opfer des Comics Code: Der Crypt Keeper aus den EC Comics © Averageman/Flickr

Der Comics Code: Geschichte des Regelwerks

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1997 übernahm Regisseur und Comic-Aficionado Kevin Smith einen Comic Shop in seiner Heimatstadt Red Bank in New Jersey und taufte ihn “Jay and Silent Bob’s Secret Stash”. Fünfzehn Jahre später berichtet die Doku-Soap “Comic Book Men” über die absurden Erlebnisse des Verkäufer-Teams.

“Comic Book Men” führt das Konzept von Kevin Smiths erstem Independent Erfolg “Clerks” seiner logischen Konsequenz zu: Eine Doku-Soap über das Leben von Ladenhütern. Und was läge für den Filmemacher, der sich auch schon in seinen Filmen immer zu Comics bekannte (Ben Affleck und Jason Lee spielten Comiczeichner in “Chasing Amy”, eine Miniserie diente als Prolog von “Dogma”, er verkaufte seine eigene Comicsammlung, um “Clerks” zu finanzieren und schrieb für etliche Marvel Superhelden Serien), näher, als die Serie in seinem eigenen Comic Shop spielen zu lassen. Seine alten Freunde Walt Flanagan und Bryan Johnson, die kurze Gastauftritte in den Filmen hatten, werden gemeinsam mit ihren Mitarbeitern Mike und Ming bei ihrem täglichen Umgang mit oftmals eigenartigen Kunden begleitet.

Secret Stash © urbanshoregirl/Flickr

Comic Shop Doku: Comic Book Men im Jay and Silent Bob's Secret Stash © urbanshoregirl/Flickr

Doku-Reality-Soap: Comic Book Men von Kevin Smith

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Viele angehende ComiczeichnerInnen brennen darauf, ihre Werke auch gedruckt zu sehen – kein Wunder, denn Kunst ohne Öffentlichkeit ist meistens reiner Selbstzweck und oftmals unbefriedigend. Dabei gibt es einige Möglichkeiten, sein eigenes Comic drucken zu lassen.

Selfpublishing © brionv/Aicomic

Eine der Varianten beim Selfpublishing © brionv/Aicomic

Bei Signierterminen und Comicmessen wird einem immer wieder die bange Frage gestellt, wie man denn Comiczeichner wird und wie man seine Geschichten drucken lassen kann. Per Definition ist man ComiczeichnerIn, wenn man, nun ja, eben Comics zeichnet und zwar unabhängig davon, ob man die Comics veröffentlichen kann oder nicht. Aber natürlich arbeitet man ja nicht unbedingt für die Schublade oder das stille Kämmerlein, sondern möchte, dass auch Leser außerhalb der Familie und des Freundeskreises die Storys zu sehen bekommen, und da bietet sich die Bewerbung bei einem Verlag an, der den Druck und die Vermarktung übernimmt. Doch sollte dies nicht gelingen, können Mangaka und Comicschaffende mittlerweile auf etliche, durchaus professionelle Optionen im Bereich des Selfpublishing zurückgreifen.

Selfpublishing: Comics selber drucken

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Unter seinem Pseudonym Moebius stand Jean Giraud für die ewige Wandelbarkeit des Mediums Comic, für Experimente und große Erzählkunst. Seine Werke im Science Fiction Bereich und im Western waren stilprägend für Generationen von Comiczeichnern und -lesern. Mit nur 73 Jahren verstarb der französische Künstler.

An der Arbeit von Jean Giraud dürfte wohl kein Comicleser der 70er und 80er vorbeigekommen sein: Als Moebius schuf er “John Difool” und setzte dem “Silver Surfer” von Marvel seinen unverwechselbaren Stempel auf.  Unter seinem gebürtigen Namen wurde die Reihe um “Blueberry” zum Aushängeschild für Westerncomics schlechthin und gemeinsam mit seinen Kollegen Philippe Druillet, Jean-Pierre Dionnet und Bernard Farkas wurde “Métal Hurlant” (“Schwermetall” in Deutschland, “Heavy Metal” im englischsprachigen Raum) ins Leben gerufen. Seine Designs wurden in Filmen wie “Alien” verwendet und einem ersten Versuch an “Dune – der Wüstenplanet”.

Jean Giraud Moebius © biscator's/Flickr

Jean Giraud alias Moebius: Einer der einflussreichsten und besten Comiczeichner Frankreichs © biscator's/Flickr

Jean Giraud gestorben: eine franko-belgische Comiclegende

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Manche unbekannten Comics sind so anonym, dass sie trotz einiges Wirbels um sie zu Beginn der Serie nunmehr selbst im Ursprungsland nicht mehr wahrgenommen werden. “Tellos” des Autors Todd DeZago und des Zeichners Mike Wieringo ist ein Beispiel hierfür.

1999: J. Scott Campbell hat mit “Danger Girl” einen der größten Hits der letzten Jahre des ausgehenden Jahrtausends geschaffen. Joe Madureira mit “Battle Chasers” und Humberto Ramos mit “Crimson” haben mit dem Sublabel “Cliffhanger” noch weiter dafür gesorgt, dass ein cartooniger und trotzdem realistischer Stil, der seine Wurzeln gleichermaßen im amerikanischen Superhelden-Comic als auch im Manga hatte, einem breiteren Publikum bewußt wurde. Zeichner Mike Wieringo, der schon seit vielen Jahren in einer ähnlichen Richtung arbeitete, seine Zeit jedoch vor allem damit fristete, uninteressant gewordene Superhelden aufzupolieren und zu neuem Ruhm zu führen (man denke an seinen “Roten Blitz”), tat sich mit Autor Todd DeZago zusammen, um ebenfalls aus der Lohnsklaverei bei den großen Verlagen mit einer eigenen Serie bei Image Comics zu entkommen. “Tellos” war die innovative, spannend-spaßige Fantasy-Reihe, die bei diesen Bemühungen entstand – auch wenn ihr nicht der gleiche bleibende Erfolg beschert sein sollte, wie bei den Kollegen des “Cliffhanger”-Labels.

Tellos: Fantasy-Abenteuer, geschrieben von Todd DeZago

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